MediaTek Inc.
Score 0–100 im Vergleich zu allen Aktien des globalen Weltmarkts; höher heißt mehr davon (Low Volatility: schwankungsärmer, Größe: größer). Stand 02.10.2026. Ein Klick auf einen Faktor zeigt darunter seine Kennzahlen.
Wie günstig die Aktie gemessen an Buchwert, Gewinn und Cashflow ist.
Eigenkapital des Unternehmens im Verhältnis zum Börsenwert – der Kehrwert des Kurs-Buchwert-Verhältnisses (KBV). Je höher, desto mehr Substanz steht hinter jedem Euro Börsenwert und desto günstiger ist die Aktie bewertet.
Jahresgewinn im Verhältnis zum Börsenwert – der Kehrwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV). Je höher, desto mehr Gewinn bekommt man für sein Geld.
Geld, das im laufenden Geschäft in einem Jahr hereinkommt, im Verhältnis zum Börsenwert. Je höher, desto günstiger die Aktie.
Gewinn aus dem laufenden Geschäft im Verhältnis zum Unternehmenswert, also Börsenwert plus Schulden minus Kasse. Anders als die Gewinnrendite berücksichtigt die Zahl auch die Schulden.
Zeigt, ob die Aktie über mehrere Jahre hinter dem Markt zurückgeblieben ist. Ein hoher Wert heißt: lange schwach gelaufen. Solche Aktien holen im Durchschnitt eher auf.
Wie profitabel, solide finanziert und stabil das Unternehmen wirtschaftet.
Langfristige Schulden im Verhältnis zum Börsenwert. 1,0 heißt: keine langfristigen Schulden. Je höher die Zahl, desto stärker ist das Unternehmen verschuldet. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Langfristige Schulden im Verhältnis zum Eigenkapital. 1,0 heißt: keine langfristigen Schulden. Je höher die Zahl, desto stärker ist das Unternehmen verschuldet. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Anteil der Finanzschulden am gesamten Vermögen des Unternehmens. Je niedriger, desto solider ist es finanziert. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark der Umsatz in den letzten fünf Geschäftsjahren geschwankt hat. Ein niedriger Wert steht für ein gut planbares Geschäft. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark der Gewinn in den letzten fünf Geschäftsjahren geschwankt hat. Ein niedriger Wert steht für verlässliche Ergebnisse. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark der Geldzufluss aus dem laufenden Geschäft in den letzten fünf Geschäftsjahren geschwankt hat. Ein niedriger Wert steht für verlässliche Einnahmen. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Vergleicht den ausgewiesenen Gewinn mit den Veränderungen in der Bilanz. Ein hoher Wert heißt: Der Gewinn beruht wenig auf reinen Buchungsposten und ist damit verlässlicher.
Vergleicht den ausgewiesenen Gewinn mit dem Geld, das tatsächlich geflossen ist. Ein hoher Wert heißt: Der Gewinn ist gut durch Geldzuflüsse gedeckt.
Umsatz im Verhältnis zum Vermögen. Zeigt, wie viel Umsatz das Unternehmen aus seinem eingesetzten Kapital herausholt.
Bruttogewinn (Umsatz minus Herstellungskosten) im Verhältnis zum Vermögen. Zeigt, wie ertragreich das eingesetzte Kapital arbeitet.
Anteil des Umsatzes, der nach Abzug der Herstellungskosten übrig bleibt. Eine hohe Marge spricht für Preismacht und ein starkes Geschäftsmodell.
Jahresgewinn im Verhältnis zum gesamten Vermögen des Unternehmens. Zeigt, wie rentabel das eingesetzte Kapital ist.
Wie schnell das Vermögen des Unternehmens in den letzten fünf Jahren gewachsen ist. Sehr schnelles Wachstum der Bilanz geht oft mit schwächeren späteren Renditen einher. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Veränderung der Zahl der Aktien in den letzten fünf Jahren. Steigt sie, wird der Anteil bestehender Aktionäre kleiner; sinkt sie durch Rückkäufe, wird er größer. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark die Investitionen in den letzten fünf Jahren gewachsen sind. Stark steigende Investitionen gelten als Warnzeichen für zu teure Expansion. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie sich der Kurs in den letzten ein bis zwei Jahren im Vergleich zum Markt entwickelt hat.
Kursentwicklung der letzten ein bis zwei Jahre im Vergleich zum Markt. Ein hoher Wert heißt: Die Aktie lief besser als der Markt.
Wie hoch die Dividende im Verhältnis zum Kurs ist.
Dividenden der letzten zwölf Monate im Verhältnis zum Kurs.
Wie ruhig der Kurs verläuft – ein hoher Score heißt geringe Schwankung.
Wie stark die Aktie die Bewegungen des Gesamtmarkts mitmacht. 1,0 heißt: wie der Markt. Über 1 schwankt sie stärker, unter 1 schwächer. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark der Kurs im letzten Jahr von Tag zu Tag geschwankt hat, auf ein Jahr hochgerechnet. Je niedriger, desto ruhiger verläuft die Aktie. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Abstand zwischen dem besten und dem schlechtesten Stand der Aktie gegenüber dem Markt in den letzten zwölf Monaten. Je kleiner, desto gleichmäßiger der Verlauf. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Schwankung der Aktie, die sich nicht durch den Gesamtmarkt erklären lässt – also das Risiko, das am Unternehmen selbst liegt. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark Umsatz und Gewinn in den letzten fünf Geschäftsjahren gewachsen sind.
Durchschnittliches Wachstum des Umsatzes pro Jahr über die letzten fünf Geschäftsjahre.
Durchschnittliches Wachstum des Gewinns pro Jahr über die letzten fünf Geschäftsjahre.
Wie groß das Unternehmen nach Börsenwert ist.
Wert aller Aktien des Unternehmens an der Börse, in US-Dollar. Eine reine Größenangabe ohne Wertung.
Ein Klick auf eine Kennzahl erklärt, was sie bedeutet. Daneben stehen der aktuelle Wert und die Einordnung im Vergleich zum Markt.
Oben der Schlusskurs, unten die eingeblendeten Scores von 0 bis 100 (Wochenwerte seit 2015). Beide Bereiche teilen sich die Zeitachse. HVZ: die bis zu drei Kursbereiche mit dem meisten Handelsvolumen im gewählten Zeitraum; die Balken links zeigen das Volumen je Kursstufe.
MediaTek wurde am 28. Mai 1997 als Abspaltung der Multimedia-Division des taiwanesischen Halbleiterkonzerns United Microelectronics Corporation (UMC) im Hsinchu Science Park gegründet. Die treibende Kraft war Tsai Ming-kai, der als Forschungsdirektor bei UMC die Multimedia- und Kommunikationssparte geleitet hatte. Das junge Unternehmen begann mit der Entwicklung hochintegrierter Controller-Chips für CD-ROM- und DVD-Laufwerke und eroberte in diesem Markt innerhalb weniger Jahre eine marktbeherrschende Stellung. Der entscheidende strategische Schwenk erfolgte 2004, als MediaTek in den Mobilfunkchipmarkt einstieg und mit kostengünstigen, schlüsselfertigen Chipsatz-Plattformen zunächst die Demokratisierung des Mobiltelefons in Schwellenländern ermöglichte. Heute ist MediaTek gemessen am Absatzvolumen der weltweit größte Anbieter von Smartphone-Prozessoren und das größte Fabless-Halbleiterunternehmen Taiwans.
MediaTek ist ein Fabless-Halbleiterunternehmen, das System-on-Chip-Lösungen (SoCs) für eine breite Palette von Endmärkten entwirft und über Auftragsfertiger, insbesondere TSMC, herstellen lässt. Das Smartphone-Geschäft ist der dominierende Bereich und steuert den Großteil der Erlöse bei. Die Dimensity-Produktfamilie umfasst SoCs vom Einstiegssegment bis zur Flaggschiff-Klasse, die CPU, GPU, KI-Beschleuniger, Bildsignalverarbeitung und 5G-Modem auf einem einzigen Chip vereinen. MediaTek liefert diese Prozessoren an die meisten großen Android-Smartphone-Hersteller weltweit, darunter Marken in China, Indien und Europa. Über das Smartphone hinaus adressiert MediaTek weitere Endmärkte: Smart-Home-Geräte und Smart-TVs, WLAN-Router und Access Points (Filogic-Plattform mit Wi-Fi 6, 6E und 7), Chromebooks und Tablets sowie den wachsenden Bereich Automotive und Industrieanwendungen. Das Geschäftsmodell basiert auf dem Turnkey-Prinzip: MediaTek liefert nicht nur den Chip, sondern auch Referenz-Designs, Software-Stacks und Entwicklungsunterstützung, die es Geräteherstellern ermöglichen, Produkte schneller und kostengünstiger auf den Markt zu bringen.
Der zentrale Wettbewerbsvorteil von MediaTek ist die Fähigkeit, hochintegrierte SoC-Lösungen mit marktführendem Preis-Leistungs-Verhältnis zu liefern. Während Qualcomm traditionell das Premiumsegment der Smartphone-Prozessoren dominiert, hat MediaTek mit der Dimensity-9000-Serie und deren Nachfolgern die Leistungslücke zum Wettbewerber geschlossen und konkurriert erstmals auf Augenhöhe im Flaggschiff-Segment. Das Turnkey-Modell, bei dem MediaTek Chip, Software und Referenz-Design als Gesamtpaket anbietet, senkt die Entwicklungskosten und Time-to-Market für Gerätehersteller erheblich und erzeugt eine starke Kundenbindung, insbesondere bei mittelgroßen Herstellern, die nicht über eigene Chipdesign-Kapazitäten verfügen. Die breite Produktabdeckung vom Einstiegs- bis zum Flaggschiff-Segment erlaubt es MediaTek, den gesamten Android-Markt zu bedienen und bei Technologiezyklen wie dem Übergang zu 5G frühzeitig massentaugliche Lösungen anzubieten. Der Zugang zu TSMCs fortschrittlichsten Fertigungsprozessen (3-Nanometer und darunter) sichert die technologische Wettbewerbsfähigkeit auf höchstem Niveau ab. Gemessen am Absatzvolumen hält MediaTek einen Marktanteil von rund 40 Prozent bei Smartphone-Anwendungsprozessoren weltweit.
Die Integration von generativer KI auf dem Endgerät (On-Device AI) ist das zentrale Wachstumsthema. MediaTek integriert in seine neuesten Flaggschiff-SoCs dedizierte Einheiten für die Ausführung großer Sprachmodelle und generativer KI-Anwendungen direkt auf dem Smartphone, ohne Cloud-Anbindung. Diese Funktionalität wird zum Differenzierungsmerkmal gegenüber Qualcomm und treibt Upgrade-Zyklen bei Smartphone-Herstellern. Im Bereich Konnektivität wächst das Geschäft mit Wi-Fi-7-Chips für Router, Access Points und Unternehmensanwendungen, getrieben durch den steigenden Bedarf an höherer WLAN-Bandbreite. Das Automotive-Geschäft befindet sich in einer frühen Wachstumsphase: MediaTek entwickelt SoC-Plattformen für Infotainment, fortgeschrittene Fahrerassistenzsysteme und die Vernetzung von Fahrzeugen, ein Markt mit langen Design-In-Zyklen, aber hohem langfristigen Umsatzpotenzial. Darüber hinaus adressiert MediaTek den wachsenden Markt für Edge-Computing und IoT-Anwendungen mit spezialisierten Chips für intelligente Geräte und industrielle Anwendungen. Das Vordringen ins Premium-Flaggschiff-Segment eröffnet MediaTek Zugang zu höheren Durchschnittsumsätzen pro Chip und verbessert den Produktmix zugunsten margenstarker Produkte.
MediaTek beschäftigt rund 22.500 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz im Hsinchu Science Park, Taiwan. Die Aktie ist unter der Kennnummer 2454 an der Taiwan Stock Exchange (TWSE) notiert und Bestandteil des taiwanesischen Leitindex TAIEX. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet am 31. Dezember
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