Roche Holding AG
Score 0–100 im Vergleich zu allen Aktien des globalen Weltmarkts; höher heißt mehr davon (Low Volatility: schwankungsärmer, Größe: größer). Stand 09.10.2026. Ein Klick auf einen Faktor zeigt darunter seine Kennzahlen.
Wie günstig die Aktie gemessen an Buchwert, Gewinn und Cashflow ist.
Eigenkapital des Unternehmens im Verhältnis zum Börsenwert – der Kehrwert des Kurs-Buchwert-Verhältnisses (KBV). Je höher, desto mehr Substanz steht hinter jedem Euro Börsenwert und desto günstiger ist die Aktie bewertet.
Jahresgewinn im Verhältnis zum Börsenwert – der Kehrwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV). Je höher, desto mehr Gewinn bekommt man für sein Geld.
Geld, das im laufenden Geschäft in einem Jahr hereinkommt, im Verhältnis zum Börsenwert. Je höher, desto günstiger die Aktie.
Gewinn aus dem laufenden Geschäft im Verhältnis zum Unternehmenswert, also Börsenwert plus Schulden minus Kasse. Anders als die Gewinnrendite berücksichtigt die Zahl auch die Schulden.
Zeigt, ob die Aktie über mehrere Jahre hinter dem Markt zurückgeblieben ist. Ein hoher Wert heißt: lange schwach gelaufen. Solche Aktien holen im Durchschnitt eher auf.
Wie profitabel, solide finanziert und stabil das Unternehmen wirtschaftet.
Börsenwert plus langfristige Schulden, geteilt durch den Börsenwert. 1,0 heißt: keine langfristigen Schulden. 1,5 heißt: Die Schulden sind halb so groß wie der Börsenwert. Je höher die Zahl, desto stärker ist das Unternehmen verschuldet. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Eigenkapital plus langfristige Schulden, geteilt durch das Eigenkapital. 1,0 heißt: keine langfristigen Schulden. 2,0 heißt: Die Schulden sind so groß wie das Eigenkapital. Je höher die Zahl, desto stärker ist das Unternehmen verschuldet. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Anteil der Finanzschulden am gesamten Vermögen des Unternehmens. Je niedriger, desto solider ist es finanziert. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark der Umsatz in den letzten fünf Geschäftsjahren geschwankt hat. Ein niedriger Wert steht für ein gut planbares Geschäft. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark der Gewinn in den letzten fünf Geschäftsjahren geschwankt hat. Ein niedriger Wert steht für verlässliche Ergebnisse. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark der Geldzufluss aus dem laufenden Geschäft in den letzten fünf Geschäftsjahren geschwankt hat. Ein niedriger Wert steht für verlässliche Einnahmen. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Vergleicht den ausgewiesenen Gewinn mit den Veränderungen in der Bilanz. Ein hoher Wert heißt: Der Gewinn beruht wenig auf reinen Buchungsposten und ist damit verlässlicher.
Vergleicht den ausgewiesenen Gewinn mit dem Geld, das nach Abzug der Investitionen tatsächlich übrig bleibt. Ein hoher Wert heißt: Der Gewinn ist auch nach Investitionen durch Geldzuflüsse gedeckt. Ein niedriger Wert entsteht auch dann, wenn ein Unternehmen gerade viel investiert – selbst wenn das laufende Geschäft mehr Geld einbringt als der Gewinn ausweist.
Umsatz im Verhältnis zum Vermögen. Zeigt, wie viel Umsatz das Unternehmen aus seinem eingesetzten Kapital herausholt.
Bruttogewinn (Umsatz minus Herstellungskosten) im Verhältnis zum Vermögen. Zeigt, wie ertragreich das eingesetzte Kapital arbeitet.
Anteil des Umsatzes, der nach Abzug der Herstellungskosten übrig bleibt. Eine hohe Marge spricht für Preismacht und ein starkes Geschäftsmodell.
Jahresgewinn im Verhältnis zum gesamten Vermögen des Unternehmens. Zeigt, wie rentabel das eingesetzte Kapital ist.
Wie schnell das Vermögen des Unternehmens in den letzten fünf Jahren gewachsen ist. Im Durchschnitt vieler Unternehmen folgten auf sehr schnelles Bilanzwachstum schwächere Renditen. Ob das im Einzelfall zutrifft, zeigt die Kennzahl nicht. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Veränderung der Zahl der Aktien in den letzten fünf Jahren. Steigt sie, wird der Anteil bestehender Aktionäre kleiner; sinkt sie durch Rückkäufe, wird er größer. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark die Investitionen in den letzten fünf Jahren gewachsen sind. Im Durchschnitt vieler Unternehmen folgten auf stark steigende Investitionen schwächere Renditen. Ob sich die Investitionen im Einzelfall auszahlen, zeigt die Kennzahl nicht. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie sich der Kurs in den letzten ein bis zwei Jahren im Vergleich zum Markt entwickelt hat.
Kursentwicklung der letzten ein bis zwei Jahre im Vergleich zum Markt. Ein hoher Wert heißt: Die Aktie lief besser als der Markt.
Wie hoch die Dividende im Verhältnis zum Kurs ist.
Dividenden der letzten zwölf Monate im Verhältnis zum Kurs.
Wie ruhig der Kurs verläuft – ein hoher Score heißt geringe Schwankung.
Wie stark die Aktie die Bewegungen des Gesamtmarkts mitmacht. 1,0 heißt: wie der Markt. Über 1 schwankt sie stärker, unter 1 schwächer. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark der Kurs im letzten Jahr von Tag zu Tag geschwankt hat, auf ein Jahr hochgerechnet. Je niedriger, desto ruhiger verläuft die Aktie. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Abstand zwischen dem besten und dem schlechtesten Stand der Aktie gegenüber dem Markt in den letzten zwölf Monaten. Je kleiner, desto gleichmäßiger der Verlauf. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Schwankung der Aktie, die sich nicht durch den Gesamtmarkt erklären lässt – also das Risiko, das am Unternehmen selbst liegt. Ein niedriger Wert ist hier besser.
Wie stark Umsatz und Gewinn in den letzten fünf Geschäftsjahren gewachsen sind.
Durchschnittliches Wachstum des Umsatzes pro Jahr über die letzten fünf Geschäftsjahre.
Durchschnittliches Wachstum des Gewinns pro Jahr über die letzten fünf Geschäftsjahre.
Wie groß das Unternehmen nach Börsenwert ist.
Wert aller Aktien des Unternehmens an der Börse, in US-Dollar. Eine reine Größenangabe ohne Wertung.
Ein Klick auf eine Kennzahl erklärt, was sie bedeutet. Daneben stehen der aktuelle Wert und die Einordnung im Vergleich zum Markt.
Weitere Notierungen dieser Aktie (Zweitnotizen und ADRs, führen auf diese Seite): RO.SW, ROG.SW.
Oben der Schlusskurs, unten die eingeblendeten Scores von 0 bis 100 (Wochenwerte seit 2015). Beide Bereiche teilen sich die Zeitachse. HVZ: die bis zu drei Kursbereiche mit dem meisten Handelsvolumen im gewählten Zeitraum; die Balken links zeigen das Volumen je Kursstufe.
Roche wurde am 1. Oktober 1896 von Fritz Hoffmann-La Roche in Basel, Schweiz, gegründet. Der junge Unternehmer erkannte früh das Potenzial industriell hergestellter Arzneimittel in einer Zeit, in der Medikamente noch überwiegend in Apotheken individuell zubereitet wurden. Mit standardisierten pharmazeutischen Produkten baute Hoffmann-La Roche ein Geschäft auf, das innerhalb weniger Jahre international expandierte. Über fast 130 Jahre hat sich Roche zu einem der weltweit größten Pharma- und Diagnostikkonzerne entwickelt und ist heute der führende Anbieter von Krebstherapien weltweit. Die Gründerfamilien Hoffmann und Oeri halten bis heute die Stimmrechtsmehrheit und prägen die langfristige Ausrichtung des Unternehmens.
Roche gliedert sich in zwei Divisionen. Die Pharma-Division ist mit rund drei Vierteln des Konzernumsatzes der dominierende Bereich und entwickelt, produziert und vertreibt verschreibungspflichtige Arzneimittel, schwerpunktmäßig biologische Therapien für komplexe Erkrankungen. Die Onkologie ist das größte therapeutische Feld mit Präparaten für Brust-, Lungen-, Blut- und weitere Krebsarten. Weitere Schwerpunkte sind die Neurologie (Ocrevus als führendes Mittel gegen Multiple Sklerose), die Ophthalmologie (Vabysmo für Netzhauterkrankungen), die Hämatologie (Hemlibra gegen Hämophilie) und die Immunologie. Die US-Tochter Genentech, 2009 vollständig übernommen, ist eines der Gründungsunternehmen der Biotechnologiebranche und bildet das Rückgrat der pharmazeutischen Forschung von Roche. Die Diagnostik-Division ist der weltweit größte Anbieter von In-vitro-Diagnostik und liefert Laborgeräte, Reagenzien, Tests und digitale Lösungen für Kliniken, Labore und die patientennahe Diagnostik. Das Portfolio umfasst klinische Chemie, Immundiagnostik, Molekulardiagnostik, Gewebe- und Begleitdiagnostik sowie Blutzuckermessung. Die Kombination beider Divisionen unter einem Dach ist ein Alleinstellungsmerkmal: Roche kann Diagnostik und Therapie entlang des gesamten Patientenpfads verbinden, von der Früherkennung über die Therapieauswahl bis zur Verlaufskontrolle.
Der zentrale Wettbewerbsvorteil von Roche ist die einzigartige Verbindung von Pharmazeutik und Diagnostik in einem integrierten Geschäftsmodell. Kein anderer Pharmakonzern verfügt über eine vergleichbare Diagnostik-Division, die Begleitdiagnostika (Companion Diagnostics) für die eigenen Therapien entwickeln und vermarkten kann. Diese Integration ermöglicht es, Medikamente gezielt für Patientengruppen zu entwickeln, die auf Basis diagnostischer Tests identifiziert werden, und positioniert Roche als Vorreiter der personalisierten Medizin. In der Onkologie hat Roche über Jahrzehnte eine führende Stellung aufgebaut, die auf einer breiten Pipeline und der Fähigkeit basiert, aufeinanderfolgende Generationen von Krebstherapien zu entwickeln und ältere Produkte durch innovativere Nachfolger zu ersetzen. Die Eigentümerstruktur mit der kontrollierenden Gründerfamilie erlaubt Forschungsinvestitionen mit langfristigem Zeithorizont, die börsennotierte Unternehmen ohne Ankeraktionäre unter kurzfristigem Ergebnisdruck möglicherweise nicht tätigen würden. Roche investiert jährlich rund 13 Milliarden Schweizer Franken in Forschung und Entwicklung und gehört damit zu den forschungsintensivsten Unternehmen der Welt.
Die nächste Wachstumsphase von Roche wird durch die Erneuerung des Pharmaportfolios bestimmt. Ältere Blockbuster wie Herceptin, Avastin und Rituxan sind durch Biosimilar-Wettbewerb unter Druck geraten, werden aber zunehmend durch neuere Produkte mit Patentschutz ersetzt: Ocrevus, Hemlibra, Vabysmo und Phesgo wachsen zweistellig und übernehmen die Rolle als Umsatzträger. Die Forschungspipeline ist breit aufgestellt: In der Onkologie entwickelt Roche Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, bispezifische Antikörper und Zelltherapien der nächsten Generation. In der Neurologie und Immunologie adressiert das Unternehmen Indikationen wie Lupus und neurodegenerative Erkrankungen mit neuartigen Wirkmechanismen. Der Bereich Stoffwechselerkrankungen, insbesondere die Adipositas-Therapie, wird durch die Akquisition von Carmot Therapeutics als neues Wachstumsfeld erschlossen. In der Diagnostik treibt Roche die Integration von künstlicher Intelligenz in die Bildanalyse und Krankheitserkennung voran und hat mit der Sequenzierung eines menschlichen Genoms in unter vier Stunden einen Weltrekord aufgestellt. Die Begleitdiagnostik für die eigenen Pharmaprodukte erzeugt Synergien, die reine Pharma- oder reine Diagnostikunternehmen nicht abbilden können.
Roche beschäftigt rund 103.000 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Basel, Schweiz. Die Aktie wird an der SIX Swiss Exchange in zwei Gattungen gehandelt: stimmberechtigte Inhaberaktien (Ticker RO) und stimmrechtslose Genussscheine (Ticker ROG), wobei die Genussscheine die liquidere und bei Investoren gebräuchlichere Gattung sind. Für internationale Investoren ist die Aktie als ADR unter dem Ticker RHHBY an den US-OTC-Märkten zugänglich. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet am 31. Dezember.
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