Branchenanalyse
Hotel-REITs besitzen Hotelimmobilien und vermieten sie an Markenbetreiber wie Marriott oder Hilton – ein zyklisches, RevPAR-getriebenes Segment, das stark auf Konjunktur, Geschäftsreisen und Tourismus reagiert.
Zu den führenden Hotel-REITs zählen Host Hotels & Resorts (größter US-Hotel-REIT mit Marriott- und Hilton-Häusern), Park Hotels & Resorts (ehemals Hilton-Spinoff), Apple Hospitality REIT, Pebblebrook Hotel Trust und Ryman Hospitality Properties (Convention-Resorts). Sie besitzen die Immobilien, während die operativen Hotelmarken die Häuser unter Management- oder Franchiseverträgen betreiben – eine klare Trennung zwischen Bestandshalter und Betreiber.
Im Gegensatz zu anderen REIT-Subkategorien sind Hotel-REITs zyklisch und RevPAR-sensitiv: Ihre Erlöse korrelieren direkt mit Auslastung und Zimmerpreisen, nicht mit langfristigen Mietverträgen. Das macht sie in Boomphasen überproportional attraktiv (Inflationsschutz durch tägliche Preisanpassung) und in Rezessionen besonders verwundbar – COVID-19 führte zu drastischen Dividendenkürzungen.
Strukturell prägen mehrere Trends das Segment: Geschäftsreisen erholen sich langsamer als Freizeitreisen, Resorts und Group-Meetings (Conventions) profitieren überproportional, Stadtmärkte hängen von Tourismusströmen und Großevents ab. Bewertungstechnisch werden Hotel-REITs meist niedriger gehandelt als andere REIT-Kategorien – die operative Volatilität rechtfertigt einen permanenten Bewertungsabschlag.