Branchenanalyse
Versicherungsmakler beraten Unternehmen bei Versicherungs- und Risikofragen und vermitteln Policen – ein kapitalleichtes, gebühren- und provisionsbasiertes Geschäftsmodell mit hoher Skalierbarkeit und außergewöhnlich attraktiven Margen.
Das globale Maklergeschäft wird von wenigen Konzernen dominiert: Marsh McLennan, Aon, Willis Towers Watson, Arthur J. Gallagher und Brown & Brown. Sie beraten Unternehmen bei Versicherungsstrategie, Risikomanagement, Rückversicherung und betrieblicher Altersvorsorge – ohne dabei Versicherungsrisiken auf eigene Rechnung zu übernehmen. Das macht ihr Geschäftsmodell kapitalleicht und kalkulierbar: Sie verdienen Provisionen und Beratungshonorare, kein Underwriting-Risiko.
Wirtschaftlich attraktiv sind hohe Erneuerungsraten (Versicherungspolicen werden meist jährlich verlängert), Inflation-pass-through (Provisionen sind oft prozentual auf Prämien, die mit Versicherungssummen mitwachsen) und steigende Komplexität moderner Risiken (Cyber, Klima, geopolitische Risiken), die professionelle Beratung unverzichtbar macht. EBITDA-Margen liegen typischerweise bei 25–35 %.
Wachstumstreiber sind die kontinuierliche Konsolidierung (Branche immer noch fragmentiert, Marktführer wachsen durch Bolt-on-Akquisitionen), neue Risikokategorien (Cyber, ESG, Climate) und die Internationalisierung. Risiken: zyklische Prämienratenrückgänge in weichen Versicherungsmärkten, Fee-Drucke durch große Kunden und das Aufkommen InsurTech-Plattformen.