Branchenanalyse
Hersteller von Computerhardware bauen Server, Storage, PCs und Spezial-Hardware – ein margenarmes, kommodifiziertes Volumengeschäft, das aktuell durch den KI-Server-Boom (NVIDIA-Beschleuniger) eine strukturelle Renaissance erlebt.
Klassische Hardware-Hersteller wie Dell Technologies, HP Inc, HPE (Hewlett Packard Enterprise), Lenovo (Hong Kong/China), Super Micro Computer und Pure Storage bauen die physische Infrastruktur der IT. Während PCs und Standardserver historisch ein margenarmes Kommoditygeschäft waren – Bruttomargen von 15–25 %, Nettomargen oft unter 5 % – hat der KI-Boom die Servers-Sparte fundamental neu bewertet.
Super Micro Computer ist das prominenteste Beispiel der KI-getriebenen Aufwertung: Das Unternehmen baut hochspezialisierte Server für NVIDIA-GPUs, die Aktie hat sich 2023/24 vervielfacht (mit nachfolgenden Bilanzkontroversen). Auch Dell und HPE haben ihre AI-Server-Sparten massiv ausgebaut – AI-Server haben deutlich höhere Stückpreise und (zumindest temporär) höhere Margen als klassische Enterprise-Server.
Strukturelle Differenzierung: Apple wird teils als Hardware, teils als Konsumelektronik klassifiziert und steht durch sein Software-Hardware-Ökosystem in einer eigenen Kategorie. Klassische PC-Hersteller wie Dell und HP bleiben im PC-Segment unter Margendruck – KI-PCs (mit NPU-Chips) sollen einen Refresh-Zyklus auslösen, dessen Wirkung jedoch noch unklar ist. Risiken: Kommoditisierung, NVIDIA-Allokationen als Engpass, China-Abhängigkeiten in Lieferkette und Endmarkt.