Branchenanalyse
Office-REITs besitzen Bürotürme und Büroparks in Geschäftszentren – das aktuell am stärksten unter strukturellem Druck stehende Immobiliensegment, da Homeoffice und hybrides Arbeiten die Flächennachfrage dauerhaft verändert haben.
Zu den großen Office-REITs zählen Boston Properties (Premium-CBD-Lagen in New York, San Francisco, Boston), Vornado Realty Trust, Kilroy Realty, SL Green (Manhattan-Spezialist), Highwoods Properties und in Europa Land Securities, British Land sowie Aroundtown (deutsch-luxemburgischer Bestandshalter). Sie vermieten Büroflächen typischerweise an große Unternehmen mit langlaufenden Verträgen von 5–15 Jahren.
Die strukturelle Herausforderung der letzten Jahre ist tiefgreifend: Homeoffice und hybride Arbeitsmodelle haben die Büroflächennachfrage in entwickelten Märkten dauerhaft gesenkt. Leerstandsquoten in San Francisco oder Manhattan-Midtown liegen teils über 20 %; in deutschen Metropolen ist der Druck moderater, aber spürbar. Mietverlängerungen erfolgen heute oft mit reduzierten Flächen, Konzessionen und Investitionszuschüssen.
Differenzierend ist die Trophy-vs-Commodity-Logik: Hochwertige, neu errichtete Bürotürme in Top-Lagen – mit ESG-Zertifizierung und attraktiven Amenities – performen weiter gut, während ältere B- und C-Class-Gebäude in Sekundärlagen strukturell entwertet werden. Refinanzierungsdruck bei auslaufenden Hypotheken treibt eine Welle von Distressed Sales und Konvertierungen zu Wohnraum.